Ich bin seit sechs Jahren Single. Nicht, weil ich niemanden haben könnte.
Sondern weil ich ganz bewusst allein bin.
Weil ich wusste:
Erst wenn ich mich selbst finde, kann mich jemand wirklich sehen.
Ich bin alleinerziehend. Ich bin Mutter eines ADHS-Kindes.
Ich habe ein Bindungstrauma. Ich habe geliebt, gelitten, losgelassen.
Und ich habe mich gefunden – Stück für Stück. Nicht perfekt. Aber echt.
„So eine wie ich mit einem ADHS-Kind und so viel Action – das will doch keiner.“
„Das hält doch kein Mann mit uns aus.“
„Keiner will eine Frau, die nie wirklich verfügbar ist.“
Aber dann kommt mein wahres Ich.
Und das sagt:
„Ich bin nicht zu viel – ich bin ehrlich.“
„Ich bin nicht kompliziert – ich bin tief.“
„Ich bin nicht schwer – ich bin echt.“
Ich hab es versucht. Ein bisschen Daten, ein bisschen Hoffen, zwischen Schule,
Arbeit, Haushalt, Zähneputzen, Wäsche und Nervenzusammenbruch.
Aber die Wahrheit ist:
Ich bin nie nur ich – ich bin immer auch Mama.
Ich trage Verantwortung, ich schütze meine Kinder.
Nicht nur körperlich. Emotional. Seelisch. Rund um die Uhr.
Und das macht mich nicht „unattraktiv“ – es macht mich echt. stark. wach. voller
Liebe.
Ich wünsche mir jemanden, der mich sieht – ganz.
Der versteht, dass ich nicht verfügbar bin wie andere Frauen.
Dass ich nicht spontan auf ein Wochenende verschwinden kann, weil mein Sohn
vielleicht nachts nicht schlafen kann oder mein Jüngster Bauchweh hat.
Ich wünsche mir einen Mann, der nicht eifersüchtig ist auf meine Rolle als Mutter,
sondern sie ehren kann.
Der nicht gegen meine Kinder ankämpft, sondern mit uns wächst.
Ich habe so viel geheilt. Ich habe mich selbst zurückgeholt.
Ich habe durchgefühlt, durchgeschrien, durchgetragen.
Ich habe mich gesehen. Und gehalten.
Ich habe Nein gesagt – zu allem, was mich klein halten wollte. Und ich habe Ja gesagt
– zu mir. Ich werde mich nie wieder verlieren für jemanden,
der mich nur halb will.
Ich bin nicht mehr auf der Suche – aber ich bin offen.
Offen für den einen, der nicht geht, wenn’s echt wird.
Ich lebe.
Ich liebe.
Ich heile.
Ich wachse.
Ich genieße.
Ich lache mit meinen Kindern.
Ich weine manchmal nachts.
Aber ich bleibe. Ich bin da.
Für sie. Für mich. Für das, was noch kommt. Und wenn er kommt?
Der, der bleibt?
Dann werd ich ihn erkennen.
Nicht, weil ich ihn brauche – sondern weil ich bereit bin, mich wirklich lieben zu lassen.
Wenn du das liest und denkst:
„Ich kenn das. Ich fühl das.“
Dann will ich dir sagen: Gib nicht auf. Du bist nicht zu viel.
Du bist nicht zu kompliziert.
Du bist nicht zu anstrengend.
Du bist nicht zu laut.
Du bist genau richtig.
Und die Liebe, die dich sieht, darf ruhig ein bisschen länger brauchen –
solange sie bleibt, wenn sie da ist.🖤